Dienstag, 24. März 2009
Der BÖLW ist eine gute Infoquelle über den Fortgang der Zustände im Gentechnik-Bereich. Letzte Woche veröffentlichte der BÖLW einen Schadensbericht zur Gentechnik, in dem klar gelegt wurde, dass Agro-Gentechnik mehr Kosten als Nutzen verursacht. Hier ein Auszug aus der PM: "Berlin, 20.03.2009 - Der in Berlin vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vorgestellte Gentechnik-Schadensbericht zeigt, dass die Nutzung der Agro-Gentechnik keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt. Vielmehr verursacht der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen extrem hohe Kosten in der gesamten Lebensmittelkette. Sie entstehen durch stark steigende Saatgutpreise sowie erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung drohender Resistenzen, der Trennung der Warenströme und Analysen. Dazu kommen Schäden in Höhe von einigen Milliarden US Dollar, die bei Mais und Reis durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten verursacht wurden. Die allenfalls geringen Kostenvorteile beim Anbau der Gen-Saaten rechnen sich auch in der Landwirtschaft nur kurzfristig. Klare Gewinner des Einsatzes von genmanipulierten Saaten sind eine Handvoll Konzerne, allen voran Monsanto, die sich mit Patenten auf Saatgut hohe Gewinne sichern."
Quelle: PM BÖLW Die komplette Pressemeldung finden Sie hier und den Schadensbericht hier. Äusserst interessante Lektüre.
Freitag, 13. März 2009
Sie hatten ja bereits mitgeholfen, jedoch möchten wir Ihnen die freudigen Worte des BNN-Interviews mit Felix Löwenstein nicht vorenthalten. Hier der Ausschnitt vom BNN-Interview, an dessen positiver Aussage vermutlich Sie und Sie und Sie nicht ganz unschuldig waren  ...Dankeschön, liebe Mitmacher! "Der Umweltministerrat in Brüssel hat am Montag letzter Woche in einer Abstimmung bestätigt, dass die Anbauverbote für Mon 810 in Österreich und Ungarn zulässig sind. Das Nein von Umweltminister Gabriel war dabei das Zünglein an der Waage. Ein Erfolg politischer Lobbyarbeit? F. Löwenstein: Ich glaube, dass der Druck, den wir in den letzten Tagen vor der Abstimmung auch in Richtung Umweltministerium aufgebaut haben, wichtig war. Dass wir die Rolle von Ministerin Schavan für die Entscheidung in ihrem Wahlkreis Ulm thematisiert haben, könnte bewirkt haben, dass sie sich aus der Ressortabstimmung herausgehalten hat. Ursache und Wirkung kann man in solchen Dingen aber immer nur schwer zuordnen. Nur eines ist sicher: ohne die politische Arbeit, die von vielen verschiedenen Akteuren geleistet wird, hätte sich Deutschland nicht gegen den Kommissionsantrag gestellt!"
Montag, 2. März 2009
...manchmal siegt doch das Gute: "BÖLW begrüßt die heutige Entscheidung des Umweltministerrates in Brüssel: Anbauverbot für MON 810-Mais in Deutschland muss jetzt folgen Berlin, 02.03.2009 Der EU-Umweltministerrat hat sich heute mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für das Selbstbestimmungsrecht Ungarns und Österreichs beim Verbot des Anbaus von MON 810 ausgesprochen. „Damit ist die Kommission zum dritten Mal mit ihrem unsäglichen Versuch gescheitert, ein nationales Anbauverbot zu kippen, das durch wissenschaftliche Erkenntnisse gut begründet ist.“ sagte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Wir freuen uns, dass Umweltminister Sigmar Gabriel auch die Stimme Deutschlands gegen den Kommissionsantrag eingesetzt hat.“ Dies sei eine richtige Entscheidung im Interesse der Umwelt, der Landwirte und der Verbraucher. Denn nun sei zu erwarten, dass auch bei der Abstimmung über die Anbauverbote in den anderen EU-Staaten – Frankreich, Polen und Griechenland – die Kommission unterliegen werde. „Landwirtschaftministerin Ilse Aigner muss jetzt mit ihrer Ankündigung Ernst machen und die nötigen Schritte zum Verbot des Anbaus von MON 810 auch in Deutschland unternehmen.“, forderte Löwenstein. „Das darf aber nicht nach der Seehofer-Methode erfolgen, sondern muss rechtzeitig vor der Aussaat geschehen!“ Seehofer hatte 2007 den Anbau zwar kurzzeitig untersagt, was allerdings wirkungslos blieb, da das Verbot just ein paar Tage nach der Aussaat erfolgte. Löwenstein erinnerte daran, dass die Zulassung von MON 810 schon seit zwei Jahren ausgelaufen sei. Die für Zulassungsfragen zuständige EU-Behörde EFSA soll nach dem Willen von Kommission und EU-Mitgliedsstaaten reformiert werden, da sie die Gen-Pflanzen nur unzureichend prüfe. Er appelliert an die Bundesregierung, vor diesem Hintergrund auch die jetzt anstehenden Zulassungen zweier neuer Gentechnik-Maissorten abzulehnen."
Dorit Gräbnitz Öffentlichkeitsarbeit Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW) Marienstr. 19-20 10117 Berlin Fon +49 30 28482-307 Fax +49 30 28482-309 graebnitz@boelw.de www.boelw.de Danke an alle, die bei der " Mitmachaktion" mitgemacht haben
Freitag, 27. Februar 2009
Das ist nicht etwa der Spruch langjährig verheirateter Eheleute, sondern der Spruch des runden Tisches gegen Gentechnik. Die EU-Kommission möchte Ungarn das Verbot des Anbaus von Genmais verbieten. So verrückt ist die Welt. Frau Aigner und Herr Gabriel MÜSSEN am Montag in der ersten Abstimmungsgrunde in Brüssel für Nein stimmen, eine 2/3 Mehrheit kann den gentechnischen Unfug stoppen. Allerdings besteht die Möglichkeit, daß sich Deutschland der Stimme enthält, weil die Forschungsministerin darauf drängt. Eine Stimmenenthaltung ist aber quasi ein Ja. Bitte schreiben Sie bis Montag auch Ihre Email - sie ist bereits vorformuliert und Sie müssen lediglich Ihre Kontaktdaten eintragen.
Dienstag, 11. März 2008
Ein einziger US-amerikanischer Konzern vermarktet 90% aller gentechnisch veränderten Organismen? Unglaublich? Die Wahrheit entdeckt eine Doku auf Arte, heute Abend heute um 21:00 h!
Samstag, 26. Januar 2008
Das Gentechnikgesetz ist beschlossene Sache, da bleibt dem hier nichts mehr hinzuzufügen. Hoffen wir, daß viele Produzenten, auch die konventionellen, von der Möglichkeit Gebrauch machen, zu kennzeichnen, wenn sie keine Gentechnik (auch nicht in Futtermitteln) einsetzen. Schade, eine vertane Chance, Herr GenhoSeehofer.
Dienstag, 15. Januar 2008
Immer aktuell und präzise informiert der BÖLW über den politischen Fortgang und die Entwicklung der Gentechnik-Gesetzgebung in Deutschland. So stellen wir auch heute die aktuelle PM des BÖLW zum Thema bei uns ein, weil es besser nicht auf den Punkt zu bringen ist: Gute Nachricht – Schlechte Nachricht: Die Gesetzgebung zur Gentechnik geht in die letzte Runde. Zwei getrennte Regelungen zur Agro-Gentechnik gehen während der Internationalen Grünen Woche in die letzte Gesetzgebungsrunde. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) macht klar, dass hier – politisch wohl nicht unbeabsichtigt – zwei ganz verschieden zu beurteilende Vorgänge gleichzeitig stattfinden. Die schlechte Nachricht ist, dass die Regierungskoalition kein Gentechnikgesetz zustande gebracht hat, das seiner Aufgabe gerecht wird: „Ein Großteil der zu erwartenden Schadensfälle sind durch die im Gesetz vorgesehene Haftung nicht abgedeckt. Das Gesetz lässt damit die ohne Gentechnik wirtschaftenden Bauern im Regen stehen und drückt die Kosten der Koexistenz gerade denjenigen auf, die die Agro-Gentechnik nicht wollen. Forscher erhalten einen Freibrief, sollten ihre Genkonstrukte aus dem Versuchsanbau in die Umwelt entweichen“ legt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, die zentralen Mängel des jetzt vorgelegten Gesetzesentwurfes offen. „Das Gesetz bietet keinen ausreichenden Schutz für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Nun müssen Bauern, Verarbeiter, Handel und Verbraucher allein für eine gentechnikfreie Produktion sorgen“ so der der Appell des BÖLW-Vorsitzenden. Eine gute Nachricht ist die beabsichtigte Reform der Ohne-Gentechnik-Kennzeichung. Mit ihr wird dem Handel und der Bevölkerung ein wichtiges Stück Wahlfreiheit an die Hand geben. „Endlich werden auch konventionelle Bauern dem Kunden sagen können, wenn sie auf den Einsatz von Gentechnik im Futter verzichten“, so Löwenstein. Die bisherige Regelung habe in ihrer praxisfernen Kompliziertheit der Wirtschaft keine Rechtssicherheit bei der Verwendung des Begriffes „Ohne Gentechnik“ geboten. „Dass jetzt ausgerechnet diejenigen gegen eine reformierte Kennzeichnung Front machen, die an anderer Stelle der Agro-Gentechnik Tür und Tor öffnen wollen, hat sehr durchsichtige Gründe“, erläutert Löwenstein. „Sobald die Verbraucher wählen können, wird es nämlich eng für die Zwangsbeglückung mit den Kunstpflanzen aus den Laboren der Gentechniker!“ Entgegen anders lautender Berichte werden Bioprodukte ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Zutaten hergestellt. Auf einer Pressekonferenz auf der IGW in Berlin am 17.01.08 wird der BÖLW zu Gentechnik, Agrarpolitik und der Entwicklung des Biomarktes Stellung nehmen. Die Pressekonferenz findet von 13.00 bis 13.30 Uhr in Halle 6.3, Pressezentrum, Raum B statt. - - - 2513 Zeichen Abdruck honorarfrei um ein Belegexemplar wird gebeten Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein 0171.3035686, Peter Röhrig 030-28482-306 Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW) Marienstr. 19-20 10117 Berlin Fon +49 (0)30 28482 306 Fax +49 (0)30 28482 309 roehrig@boelw.de www.boelw.de
Mittwoch, 14. November 2007
Die Mitarbeiter der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Save our seeds) wandten sich heute in einer Email an uns und baten um schnelle Verbreitung der Informationen. Sie schrieben uns: "Erstmals seit 1998 sollen in der Europäischen Union wieder zwei gentechnisch veränderte Mais-Sorten ("bt11" von Syngenta und "1507" von DuPont/Pioneer) für den Anbau zugelassen werden. Der zuständige Umweltkommissar Stavros Dimas will diese Zulassung jedoch aus Gründen des Umweltschutzes und der Vorsorge nicht erteilen. Anders als bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) für den Import und die Verwendung als Futter- oder Lebensmittel werden gentechnisch veränderte Sorten beim Anbau freigesetzt und sind nicht bzw. nur schwer wieder rückholbar, wie verschiedene Skandale in den letzten Jahren zeigten.
Jetzt wollen dem Vernehmen nach die Kommissions-Kollegen von Herrn Dimas die Zulassung durch eine Mehrheitsabstimmung im Kollegium der EU Kommission doch noch durchdrücken.
Der Termin für die Entscheidung ist nach bisheriger Planung der 28. November.
Wir bitten Sie deshalb, durch Briefe, Faxe und Emails an die EU-Kommissare dagegen zu protestieren, dass der zuständige Umweltkommissar in dieser Grundsatzfrage einfach überstimmt wird. Unterstützen Sie das Verbot von neuen Gentechnik-Maissorten und zeigen Sie den EU-Kommissaren, dass das Volk ihnen auf die Finger schaut!" Helfen Sie mit, das Fortschreiten und die Verbreitung von gentechnisch verändertem Saatgut und damit auch der daraus entstehenden gentechnisch veränderten Lebensmittel zu verhindern - klicken Sie bitte hier!
Montag, 16. Juli 2007
Ab 1. Januar 2009 wird die neue EU-Bioverordnung in Kraft treten. Dazu erschien heute in der "Schrot und Korn online" ein kommentierender Artikel. Zufrieden ist wohl niemand aus der Biobranche, wie sich die Spezifikationen von EU-Bioprodukten entwickeln werden. Wir als Fachhandel setzen nach wie vor eher auf Verbandsware, die 100 Prozent Bio und frei von gentechnisch veränderten Organismen sein wird - auch nach 2009. Wie "großzügig" Produzenten von EU-Bioprodukten mit der neuen Regelung umgehen - auch das wird sich zeigen. Über aktuelle Entwicklungen zu diesem Thema halten wir Sie hier auf dem Laufenden.
Montag, 25. Juni 2007
Herr Seehofer gab der Schrot und Korn ein Interview - bitte lesen Sie selbst...
Montag, 18. Juni 2007
Auf der Homepage des ZDF kann man für oder gegen grüne Gentechnik voten. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache: Mit Stand von heute sprechen sich 89 % gegen den Einsatz von Genmanipulation im Bereich landwirtschaft/ Lebensmittel aus. Das ist doch eine klare Aussage, oder?
Dienstag, 15. Mai 2007
Zum jetzt vorliegenden Entwurf äußerte sich der BÖLW mit einer Pressemitteilung, die alles enthält, was man auch als Biohändler dazu sagen muss. Wir wollen Ihnen diese Pressemitteilung nicht vorenthalten und veröffentlichen Sie im vollen Wortlaut: "Seehofer verspielt Vertrauen von Verbrauchern und Landwirten BÖLW: Gentechnikgesetz-Entwurf richtet sich gegen Unternehmen, die ohne Gentechnik arbeiten Berlin, 8. Mai 2007. "Für uns hat er seine Glaubwürdigkeit verloren", geht Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft hart mit Minister Seehofer ins Gericht: In zahlreichen Gesprächen mit Landwirten und Lebensmittelverarbeitern, die ohne Gentechnik arbeiten, zeigte Minister Seehofer nicht nur Verständnis für deren Anliegen, sondern äußerte selbst große Bedenken gegenüber der Agro-Gentechnik. Gerade die Probleme von Bio-Unternehmen erkannte der Minister im Gespräch an und versprach, diese bei der Novellierung des Gentechnikgesetzes zu beachten. Doch nichts von alledem: "Jeder Schritt, vom Entwurf des Eckpunktepapiers, über das Eckpunktepapier selbst bis hin zum jetzt vorliegenden Gesetzentwurf verschlechtert die Situation für Unternehmen, die ohne Gentechnik arbeiten und damit auch für den Verbraucher", so Löwenstein. "Es bleibt nur eine Bewertung: Seehofer ist vor der Agro-Gentechnik-Industrie und den Gentechnik-Befürworten in der Union eingeknickt.“ Um innerparteilichem Streit aus dem Weg zu gehen, stellt er eigene Ambitionen über sachlich notwendige Entscheidungen. Damit gefährdet er mit der Bio-Branche nicht nur einen nachhaltigen und boomenden Wirtschaftszweig, er richtet sich auch gegen die Mehrzahl der Verbraucher. „Auf der Grünen Woche 2006 versprach Seehofer, er wolle sich nicht an seinen Worten, sondern an seinen Taten messen lassen. Sollte der jetzt vorliegende Entwurf am Ende das neue Gentechnikgesetz werden, könne man die Bilanz nur verheerend nennen“, meinte der BÖLW-Vorsitzende. Man müsse nun gespannt sein, ob die SPD zu ihrem Wort steht, ein solches Gentechnikgesetz abzulehnen. Denn schließlich habe die SPD genau dort Kritik am „Eckpunktepapier“ zum Gentechnikgesetz geäußert, wo auch die Ökologische Lebensmittelwirtschaft Änderungsbedarf festgestellt hatte. 2000 Zeichen Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Tel. 0171/3035686, Peter Röhrig, Tel 0160/96459951" Damit verständlich wird, welche Punkte im Detail kritikwürdig sind, veröffentlichte der BÖLW eine Anlage, aus der die "kritischen Feinheiten" sehr deutlich hervorgehen:"1. Private Vereinbarungen sollen Schutzvorschriften außer Kraft setzen. Im Entwurf heißt es im Bezug auf das Koexistenzgebot: der Gentech-Anwender „braucht diese Pflicht hinsichtlich der in § 1 Nr. 2 genannten Belange gegenüber einem anderen insoweit nicht zu beachten, als dieser durch Vereinbarung mit ihm auf seinen Schutz verzichtet ….“ Damit würde völlig undurchsichtig, wo welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Da die kontaminierte Ware der Nachbarn sowohl in den Warenstrom geraten, als auch wieder zur Aussaat kommen kann, würde das Gebot der Rückverfolgbarkeit und Transparenz damit außer Kraft gesetzt.
2. Die Haftung soll deutlich eingeschränkt werden. Eigentlich soll am 10. Mai ein Expertengespräch mit Juristen im BMELV klären, wie die Haftung zu regeln ist. Ergebnisoffenheit ist aber Fehlanzeige. Schon jetzt finden sich im vorgelegten Gesetzesentwurf Festlegungen, die zeigen, wo die Reise hingehen soll: Beschränkung auf Schadensfälle mit einer Kontamination über 0,9%. Für alle Folgeschäden, die über die reine Minderung des Produktwertes hinausgehen, soll keine Haftung mehr gelten.
Auf diese Weise würden die Geschädigten ausgerechnet in den Fällen auf ihrem Schaden sitzen bleiben, wo deren Eintreten am Wahrscheinlichsten ist.
3. Die Überwachung von Kontaminationen soll der Geschädigte zahlen. Das Gesetz regelt nicht, dass Kosten für Probennahme und Analyse zur Überwachung von Auskreuzungen in jedem Fall den Gentechnik-Anbauern angelastet werden.
Damit würden Bauern, die ohne Gentechnik arbeiten, einen erheblichen Teil ihres Ertrages für die Finanzierung des "Monitoring" ausgeben müssen, das notwendig ist, um zu klären, ob es zu Kontaminationen gekommen ist.
4. Transparenz abschaffen, Bürokratie aufbauen: Standortregister soll eingeschränkt werden. Künftig soll nur noch „die Postleitzahl, die Gemeinde und die Gemarkung der Freisetzungs- oder Anbaufläche sowie deren Größe“ öffentlich zugänglich sein. Um mehr zu erfahren, muss man einen erheblichen bürokratischen Aufwand in Gang setzen und ist dem Gutdünken des zuständigen Beamten ausgesetzt, der entscheiden darf, ob man Zugang zu den Daten hat.
Auf diese Weise würde jeder Landwirt und jeder Käufer landwirtschaftlicher Rohwaren im Dunkeln tappen – denn er wüsste niemals definitiv, ob seine Flächen bzw. Produkte wirklich außerhalb der Reichweite von Kontaminationen ist. Damit würde Misstrauen unter den Landwirten gesät und die Bürokratie ausgeweitet."
Samstag, 12. Mai 2007
...doch manchmal ein Eichhörnchen. Gentechnik ist grundsätzlich bei biologischen Lebensmitteln ausgeschlossen, daß regelt bereits die EU-Ökoverordnung als kleinster gemeinsamer Nenner der Bioproduzenten. Nun aber kommts: Im Rahmen der Revision der EU-Ökoverordnung, die 2009 fertig sein soll, möchte der Agrarministerrat Ausnahmen für Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe zulassen. Dazu gab der BÖLW folgende Pressemitteilung heraus, die wir hier gern veröffentlichen: "BÖLW: Keine Gentechnik in Bio-Lebensmitteln durch die Hintertür Berlin, 4. Mai 2007. Bio-Lebensmittel werden gesetzlich garantiert ohne Gentechnik hergestellt. Im Rahmen der Revision der EU-Öko-Verordnung plant der Agrarministerrat, künftig Ausnahmen für Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe zuzulassen, sollten diese nicht mehr gentechnisch unverändert verfügbar sein. Der BÖLW wendet sich in aller Schärfe gegen dieses Vorhaben und fordert den Agrarministerrat auf, den entsprechenden Artikel ersatzlos zu streichen. „Angesichts einer hervorragend funktionierenden Praxis der Lebens- und Futtermittelerzeugung ohne Gentechnik, wäre diese Regelung nicht nur völlig überflüssig sondern auch kontraproduktiv“, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. Denn damit könnte Gentechnik durch die Hintertür in Bio-Produkte kommen und es wäre nicht mehr in jedem Fall sicher gestellt, dass alle Zutaten ohne Gentechnik hergestellt sein müssten. Das widerspräche nicht nur den Prinzipien der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft, sondern auch den Erwartungen der Verbraucher. „Soll der Bio-Markt nicht gefährdet werden, muss sich der Verbraucher auch künftig darauf verlassen können, dass Bio-Lebensmittel immer ohne Gentechnik hergestellt werden“, so Gerber. 1254 Zeichen Abdruck honorarfrei um ein Belegexemplar wird gebeten Ansprechpartner: Dr. Alexander Gerber, Tel. 0176.24050949" Immer noch sind ca. 75 % der Deutschen gegen Genfood auf den Tellern. Deshalb: Keine Genmanipulationen in die Lebensmittel, auch nicht durch die Hintertür!
Mittwoch, 9. Mai 2007
Sollte Ihnen in den nächsten Wochen folgende Postkarte begegnen dann hat sie ursächlich damit zu tun, daß Bienen zwischen Genmais und genetisch nicht behandeltem Mais schlicht und ergreifend nicht unterscheiden können. Dazu sandte uns der Mellifera e. V., den wir bei dieser Aktion unterstützen, folgende Pressemitteilung: "Unkalkulierbares Risiko: Genmais im Honig.
In diesem Frühjahr klagen Imker gegen die Aussaat des gentechnisch veränderten Mais der Firma Monsanto. Der Genmais MON 810 hat keine Zulassung als Bestandteil von Lebensmitteln. Da Bienen ihren Eiweißbedarf zu einem großen Teil aus Maispollen decken, besteht die Gefahr der Verunreinigung des Honigs durch den Genmais. Dagegen wehren sich die Imker. Sie weisen darauf hin, dass der Flugradius von Bienen mehrere Kilometer beträgt und sich nicht auf gentechnikfreie Flächen beschränken lässt.
Mellifera e.V., Pionier ökologischer Bienenhaltung, unterstützt die betroffenen Imker bei Ihren Klagen mit einer breit angelegten Kampagne. Unter dem Motto „Verleiht Genmais keine Flüüügel!“ bittet der Verein um Spenden. Die Kampagne stammt aus der Feder der Berliner Werbeagentur [botschaft.mitte]. Die Agentur unterstützt Mellifera auch mit Anzeigen und einem Kampagnen-Webshop. Auf der Website www.bienen-gentechnik.de finden Interessierte ausführliche Informationen und Kontaktadressen."
Spenden-Treuhandkonto zur Unterstützung der Imker: Volksbank Schwarzwald-Neckar • BLZ 642 920 20 • Kto. 452 162 033 Kontoinhaber Notar Maier • Oberndorf • Vermerk „Mais Rechtshilfe“ (162 Wörter / 1.047 Zeichen)
Für Rückfragen und weitere Presseinfos Thomas Radetzki Mellifera e.V., Fischermühle 7, D-72348 Rosenfeld E-Mail radetzki@mellifera.de Telefon (+49) 07428-9452494 Fax (+49) 07428-9452499 Mobil (+49) 0171-3366569 (nur auf Reisen im Betrieb) Zentrale (+49) 07428-9452490 Weitere Infos finden Sie auch unter www.bienen-gentechnik.de.
Mittwoch, 11. April 2007
Brandenburg hat einerseits den höchsten Flächenanteil am ökologischen Landbau, dafür befindet sich über die Hälfte der Fläche, welche für den Anbau gentechnisch veränderten Pflanzen angemeldet wurden, ebenfalls in Brandenburg, wie die FOEL berichtete. Deshalb unterstützen wir den Aufruf der Grünen aus dem Landkreis Oberhavel zu einer Fahrraddemo gegen Gentechnik. Die Tour findet am 15. April statt. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie auf dieser Webseite.
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